man hält es kaum für möglich, aber an einem Wochenende kann man von Erlangen und ohne Flieger zur Freiheitstatue fahren

Doch erst mal der Reihe nach. Meine Frau besuchte am Samstag eine Fortbildung im Breisgau und ich begleitete sie - war es doch eine nette Gelegenheit mal woanders zu radeln. Erst vor Ort stellten wir fest, dass unser gebuchtes Quartier mitten im Schwarzwald auf über 1000 m lag. War es bei uns noch alles grün, herrschte dort oben echter Winter. Na immerhin gab es keine Probleme, einen Stellplatz fürs Radel zu fnden. Einfach rein in den Schneehaufen.



Alle Autos die mich überholten hatten Ski auf den Dach oder im Auto. Die waren wohl leicht erstaunt hier oben einen Rennradler zu begegnen, doch die Straßen waren gut geräumt und eisfrei.

Doch nach den Gipfel ging es bergab in Richtung Freiburg. Nun lag die Straße im Schatten. Teilweise waren richtige Eisplatten auf der Straße, so dass an einer rasanten Abfahrt nicht zu denken war. Ohne Bewegung und im Schatten kühlte ich schnell aus. Da es nur langsam bergab ging, dauerte die Abfahrt entsprechend lange - so habe ich schon lange nicht mehr gefroren. Bald war ich unter der Schneegrenze und man musste nur noch auf gefrorene Wasserläufe achten, die die Straße querten.



In der Ferne waren die schneebedeckten Vogesen zu sehen. Erinnerungen wurden wach von der Friedensfahrt 2009als ich dort oben auf den Grand Ballon d'Elsace war.


Wohl gestärkt machte ich mich auf die Suche auf mein Tagesziel: "Die Freiheitsstatue in Colmar." Eine genaue Adresse war nicht bekannt, nur dass sie auf einen Rondell auf der D83 in Richtung Straßburg stehen soll. So habe ich die 12m hohe Statue auch schnell gefunden. Der Erschaffer Frederic-Auguste Bartholdi hat die berühmte Statue in New York erschaffen und zu seinen Ehren steht nun eine Kopie in seiner Geburtsstadt Colmar.

Nun ging es zurück. Ein Ostwind erschwerte die Heimfahrt und zu guter letzt stellte sich der Kaiserstuhl in meinen Weg. Mit etwas Ausdauer und positiven Denken wurde auch dieses Hindernis überwunden. Der Rest war ein recht unspektakulärer Radweg entlang der Dreisam. Die Stadt Freiburg konnte man dadurch ohne eine einzige Kreuzung durchfahren und bei Dunkelheit erreichte ich dann den vereinbarten Treffpunkt in Kirchzarten. Ein herrlicher Tag ging zu Ende - nur die Heimfahrt mit den Auto war mir doch etwas zu lange (immerhin war ich ja den ganzen Tag schon auf den Rad gesessen).
Ciao
Roland
Hier noch der Track: