Während unserem  2-wöchigen Urlaub mit Standquartieren in Bad Neuenahr/Ahrweiler und Aachen gab es auch
Gelegenheit ein paar interessante Radwege zu erkunden.


Seit dem Hochwasserereignis im Juli 2021 im Ahrtal ist der Ahrtal-Radweg noch nicht in seiner ganzen Länge
von ca. 80 km wieder hergestellt. Ich konnte mir ein Bild machen von den immensen Schäden die das Hochwasser
überall hinterlassen hat. Es wird noch weitere Jahre dauern bis die letzten Schäden beseitigt sind, Bahn-Infrastruktur
ist wieder hergestellt, die Bundesstraße zwischen Ahrbrück und Dernau ist noch nicht befahrbar und viele Geschäfte
und Gastronomie sind geschlossen bzw. nicht wieder hergestellt.
Ich war deshalb nur etappenweise unterwegs und habe die Anfahrten per PKW bewältigt.
Das 1. Teilstück von Antweiler nach Blankenheim über 45 km (incl. retour) führte mich an die Ahrquelle in Blankenheim.
Das 2. Teilstück von Ahrbrück nach Antweiler über 42 km (incl. Retour) war der landschaftlich schönste Streckenteil
und durchgehend geteert.Von Ahrbrück  bis Walporzheim ist der Radweg mit Sperrungen oder Ersatzrouten eingeschränkt,
da war ich nicht unterwegs. Von Walporzheim kommt man mit Umleitungen bis Sinzig an die Mündung der Ahr in den Rhein.
Dieses Teilstück konnte ich nicht befahren, es ist einem Regentag zum Opfer gefallen, ist aber nicht so interessant
da dichtbesiedelt. Als Ersatz haben wir den Regentag in Remagen (incl. Brückenmuseum) verbracht.

 

Unüblich, aber wahr, die Quelle ist mal "eingehaust" worden !

 

Ich war an diesem Tag der 33. Radfahrer

 

An dieser Stelle im Ort Schuld kann man erahnen was das Hochwasser angerichtet hat.
Das Foto entstand auf einer Behelfsbrücke für Fussgänger.

 

Die Geschichte um die Brücke von Remagen läutete u.a. das Ende des 2. Weltkrieges ein !

 

In der 2. Urlaubswoche war Aachen unser Dreh-und Angelpunkt. Aachen selbst mit Dom, Domschatzkammer,
Rathaus hat vieles zu bieten und das Gebiet Hohe Venn lag vor unserer Ferienwohnung.
Zwei Touren über jeweils 40 km führten mich in dieses Venn-Gebiet und ich wurde überrascht von einer
Berg-und Talfahrt sondergleichen, 400 Hm auf 40 km war schon heftig.

 Dem Vennbahn-Radweg folgte ich nur ca. 12 km bis hier zur Belgischen Grenze.
Insgesamt ist dieser Weg auf einer ehemaligen Bahntrasse 127 km lang und führt
durch Deutschland, Belgien und Luxemburg.

 

Spektakuläre Viadukte überspannen etliche Täler und erleichtern heute das Radeln auf der Radroute !

 

Mein Ziel war die Wehebach-Talsperre, anstatt direkt oben an der Sperre zu landen musste ich bei der Anfahrt
feststellen, dass ich noch ca. 100 Hm darunter war, was einen Anstieg von 1,5 km nach sich zog !

 

Zuhause bin ich schon aufmerksam geworden auf ein besonderes Raderlebnis, das Radeln unter Tage
in Grotten (Grotbiken) in Valkenburg/Provinz Limburg (Niederlande) ,ca. 40 km von Aachen.

Lt. Online-Buchung hätte ich keine Tour mehr buchen können, also suchte ich das Büro des Veranstalters
in Valkenburg auf und es waren noch Plätze frei. Übrigens ist Valkenburg ein imposantes Städtchen
mit historischen Plätzen, was wir auch eingehend erkundet haben.

Wer die Profi-Radsport-Szene kennt, der Cauberg in Valkenburg ist Ziel des Amstel-Gold-Race und es fand
auch mal eine WM dort statt, Didi Thurau hat hier knapp im Sprint gegen den Weltmeister Jan Raas verloren.

Der Einstieg zu dem Grotten-Erlebnis ist auch  nur 1 km weit weg von der Ziellinie auf dem Cauberg !
Die Mergel-Grotten befinden sich ca. 40 m unter der Erdoberfläche und erstrecken sich mit Strecken und Gängen
über 70 km. In dieser Gesteinsschicht wurde und wird noch immer der Kalkstein als Baumaterial in Quadern abgebaut.

Also erst mal 160 Stufen Wendeltreppe runter, nach einer Sicherheitsinstruktion nahmen wir 15 Radler unten
unsere Sonder-MTB´s in Empfang, das besondere ist die Kardanwelle in der Hinterradstrebe , die das Rad antreibt.
Fettige Ketten sind hier unten nicht angesagt, da man auf einer härteren Gesteinsschicht fährt (ansonsten Rutschgefahr) !

Geschätzt waren wir ca. 5 km unterwegs, es gab viele Stopps mit Erklärungen des Guide zu der Historie der Grotten.
Es war mal etwas anderes unter Tage Rad zu fahren, die Gänge sind nicht beleuchtet,
man hat nur sein eigenes Licht am Radlenker, auf jeden Fall ein Spaßfaktor.

 

Für spektakuläre Eindrücke habe ich das nachfolgende Youtube-Video gefunden, klickt mal ein
und scrollt Euch durch !

Live-Video

Zu guter letzt noch ein Schmankerl für die "Porsche-Freunde" unter den Radlern, auf einer PKW-Tour durch die
Vulkaneifel mit den Maaren machten wir einen Boxenstop am Nürburgring und fanden in der Parkgarage jede
Menge dieser "Renn-Mäuse" vor.
Einen Blick auf die Start- und Zielgerade haben wir auch gehabt , gegen den Einwurf kleiner Münzen !!!

Rollido, Euer Klaus W.

 

 

 

 

 

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